Hurrikans gefährden Pläne für Windparks

20. February 2012 16:30


Die alljährlich aufziehenden Hurrikans im Golf von Mexiko und an der Atlantikküste behindern den Ausbau der Winkraft: Sie könnten die Hälfte der Windturbinen zerstören.

Die zahlreichen Hurrikans entlang der US Küsten gefährden die dort geplanten Windparks im Meer. Eine statistische Auswertung kommt zum Schluss, dass im Verlauf von 20 Jahren jede zweite Turbine von den Stürmen zerstört werden würde.

Davon betroffen wären vor allem Windparks in den küstennahen Gewässern im Golf von Mexiko und an der Atlantikküste. Dies schreibt die Forschergruppe der Carnegie Mellon University in Pittsburgh in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften. Eine statistische Auswertung kommt zum Schluss, dass im Verlauf von 20 Jahren jede zweite Turbine von den Stürmen zerstört werden würde.

Das amerikanische Energieministerium hat berechnet, dass mehr als 50 Gigawatt aus Offshore Windparks in den flachen Küstengewässern nötig wären, um 20 Prozent des gesamten Elektrizitätsbedarfs aus Windkraft zu gewinnen.

Die betreffenden Gebiete liegen auf den Routen der Hurrikans, die mehrfach im Jahr von der See her aufs Land treffen. In den Jahren 1949 bis 2006 haben 93 Hurrikans das US-Festland erreicht, schreiben die Wissenschaftler. Vergleichbare Stürme gibt es in der Nordsee nicht, wo die meisten bisher installierten vergleichbaren Windräder stehen. (dpa/babt)